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Vatersuche 25.10.2007

Als Ausgangsmaterial für diese Arbeit verwende ich die Dokumente meiner jahrelangen, erfolglosen Suche nach meinem verschollenen Vater.
Die Arbeit besteht aus 69 Selbstportraits und einem Film „Gespräch mit Mutter“. In das Foto meines Gesichts habe ich die Original-Briefe der Behörden – z. B. Rotes Kreuz, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. oder Deutsche Dienststelle für Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht – eingenäht. Somit wird meinen Selbstportraits die ungelöste Schicksalsgeschichte infolge des 2. Weltkrieges ins Gesicht geschrieben; diese formalen Antwortschreiben bleiben für mich eine leere Stelle, ein weißer Fleck.